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Zeitreisen – In der Theorie 👀🕰

Hallo!

Der Titel dieses Beitrags hört sich im ersten Moment vielleicht etwas seltsam an, aber ich finde das ist so ein spannendes Thema! Wie komme ich darauf? Ich habe in der letzten Woche die Serie „Dark“ geguckt und weil es thematisch passte auch die komplette „Zurück in die Zukunft“ Reihe zum gefühlt hundertsten Mal. Den Klassiker habe ich mit ca. 10 Jahren zum ersten Mal gesehen. Kurze Zeit später, mit ungefähr 13/14 habe ich dann auch die Edelstein Trilogie gelesen, die ja bekanntlich das gleiche Thema behandelt. Zeitreisen fand ich also schon immer unfassabar interessant. Also abgesehen davon, dass Zeitreisen nie wirklich funktionieren werden, kann man sich die Theorie ja mal vorstellen. Wobei es zum Thema Zeitreisen eine ganze Menge Theorien gibt.

Nimmt man beispielsweise mal an, die Zeit ist wie eine lange Schnur, an die jeden Tag ein neues Stück kommt. Das würde bedeuten, man könnte zwar in die Vergangenheit reisen, aber nicht in die Zukunft, da diese ja noch gar nicht existiert. Das wäre rein logisch betrachtet, die einfachste Variante der Zeitdarstellung. Schließlich wissen wir ja auch was gestern war, aber nicht was morgen ist. Was würde jetzt allerdings das Zeitreisen in diesem Zeitstrahl anrichten? Weil die Zukunft ja noch gar nicht existiert, können wir diese schon mal nicht verändern. Beziehungsweise würden wir die Auswirkungen dieser Veränderung nicht spüren, weil die Zukunft für uns ja so oder so noch nicht stattgefunden hat. Was wir ändern könnten wäre die Gegenwart. Dabei stellt sich aber auch die Frage wie weit man eigentlich zurückreisen könnte. Kann man in eine Zeit zurückreisen, in der man selber bereits lebt? Nimmt man die Idee einiger Filme und Bücher als Grundlage, dann ist das nicht möglich. Laut Kerstin Giers Trilogie kann man beispielsweise nur in die Zeit vor der eigenen Geburt zurückreisen, weil man nicht zweimal existieren kann. Auch irgendwie komisch in so etwas unlogischem wie Zeitreisen, eine gewisse Logik zu bringen. Wenn man also jetzt beispielhaft in das Jahr 1880 reisen würde. Ändert nicht alleine die eigene Anwesenheit in diesem Jahr die Zeit?! Wir können schließlich nicht wissen, in wie weit noch so kleinen Veränderungen etwas bewirken. Vielleicht löst eine kurze Begegnung im Jahr 1880 mit einem eigentlich fremden Mann etwas gravierendes aus. Vielleicht kommt dieser Mann durch dieses kurze Gespräch, zu spät zu einem Date und lernt nie die Frau kennen, mit der er eigentlich 1881 ein Kind bekommen hätte. An sich erstmal nicht allzu dramatisch, aber was wenn dieses Kind zum Beispiel Alexander Fleming gewesen wäre?! Der dann nicht 47 Jahre später eine wahnsinnig wichtige Entdeckung gemacht hätte. Auch wenn das Penicillin vielleicht irgendwann später von irgendjemand anderem erfunden worden wäre. Die Zeit hätte sich auf jeden Fall maßgeblich verändert. Und das durch ein Gespräch von wenigen Minuten.

Man kann also schon mal sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Gegenwart die man kennt, verändert hat, sehr groß wäre sobald man sich auch nur für wenigen Sekunden in der Vergangenheit aufhält. In dem Film „Alles eine Frage der Zeit“ ist es den Menschen mit dem Zeitreisegen möglich auch in eine Zeit zu reisen, in der sie selbst schon existiert haben. Eingeschränkt wird das Ganze dort nur, wenn man selber Kinder hat. Eigentlich eine ganz logische Sache. Reist man in diesem Film in die Zeit zurück, verändert man auch dort eine Kleinigkeit. Reist man also in eine Zeit vor der Geburt des Kindes, führt die Kettenreaktion zu winzigen zeitlichen Veränderungen und bei der Zeugung eines Kindes reicht auch eine Veränderung von 1 Sekunde, dass das Kind anders aussieht, vollkommen anders ist und vielleicht sogar ein anderes Geschlecht hat.

Neben diesem „Schnurmodell“, in der es die Zukunft noch nicht gibt wäre es natürlich auch denkbar, dass die Zeit einfach ein unendlich langer Zeitstrahl ist und wir uns irgendwo auf diesem Zeitstrahl befinden, in einer Zeit die wir Gegenwart nennen. Dass grundlegend aber alles auf diesem Zeitstrahl bereits stattgefunden hat. Sowohl die Zukunft als auch die Vergangenheit. Würde bedeuten dass man auch in die Zukunft reisen könnte. Allerdings könnten man in diesem Fall dann ja auch nichts verändern. Jede Zeitreise wäre ja bereits vorherbestimmt. Reise ich also im Jahr 2020 in das Jahr 2006 und dort passiert das gleiche Szenario wie in dem vorherigen Beispiel aus dem Jahr 1880, dann hätte das keinerlei Auswirkungen auf die Gegenwart. Die Begegnung mit diesem Mann hat im Jahr 2006 nämlich so oder so bereits stattgefunden. Weil die Zukunft nämlich schon besteht, ist diese Zeitreise aus dem Jahr 2020 Voraussetzung für alles was danach im Jahr 2006 geschieht und folglich auch Voraussetzung für das Jahr 2020, also die Gegenwart. Würde auch bedeuten, dass man die Zukunft nicht verändern kann, so wie man letztendlich keine Zeit verändern kann.
Mal angenommen ich sähe bei einer Zeitreise in die Zukunft den Tod meiner Mutter. Ich wüsste genau an welchem Tag und um welche Uhrzeit sie unter welchen Umständen ums Leben kommt. Trotz dieses Wissens wäre es unmöglich das Leben meiner Mutter zu retten, weil alles was ich unternehmen würde, ja bereits geschehen ist und dazu geführt hat, dass der Unfall passiert. Ja, Zeitreisen sind wahnsinnig faszinierend und ich könnte stundenlang darüber schreiben oder nachdenken. Bleiben wir aber dabei, dass wir weder in die Vergangenheit reisen können, noch in die Zukunft schauen werden. Also leben wir einfach jeden Tag unser Leben und lassen uns überraschen wo die Reise noch so hingeht 😊🥰